Mit der TÜİK-Inflation für September beträgt die zulässige Höchstgrenze für im Oktober zu erneuernde Mietverträge 31,49 %. Berechnung und worauf zu achten ist.
Das Türkische Statistikamt (TÜİK) hat die Inflationsdaten für September 2026 am 5. Oktober veröffentlicht. Demnach stiegen die Verbraucherpreise im September monatlich um 1,84 % und im Jahresvergleich um 29,73 %. Der für die Mieterhöhung maßgebliche 12-Monats-Durchschnitt der Verbraucherpreisinflation (TÜFE) betrug 31,49 %. Damit wurde die gesetzliche Obergrenze, die bei im Oktober zu erneuernden Wohn- und Gewerbemietverträgen angewendet werden kann, auf 31,49 % festgelegt.
Leichter Rückgang gegenüber dem Vormonat
Für im September erneuerte Verträge hatte dieser Satz 31,79 % betragen. Die Obergrenze sank im Oktober also um 0,30 Punkte. Die im Januar 2026 noch bei 34,88 % liegende Obergrenze für Mieterhöhungen ist im Oktober auf 31,49 % gefallen.
Wie wird gerechnet?
Für die Berechnung wird die aktuelle Monatsmiete mit 0,3149 multipliziert und der Betrag zur bestehenden Miete addiert. Beispiele:
- 20.000 TL Miete: 6.298 TL Erhöhung, also 26.298 TL
- 30.000 TL Miete: 9.447 TL Erhöhung, also 39.447 TL
- 40.000 TL Miete: 12.596 TL Erhöhung, also 52.596 TL
Wichtige Einzelheiten
- Der Satz gilt je nach Erneuerungsmonat des Vertrags. Für Verträge, deren Jahrestag im Oktober 2026 liegt, gilt 31,49 %.
- 31,49 % ist eine Obergrenze; die Parteien können sich auch auf eine niedrigere Erhöhung einigen.
- Die vorübergehende Obergrenze von 25 % für Wohnungsmieten ist am 2. Juli 2024 ausgelaufen; seither wird die Erhöhung nach dem 12-Monats-Durchschnitt der TÜFE begrenzt.
- Der Satz gilt für die Erhöhung im neuen Mietjahr eines mit demselben Mieter fortgesetzten Vertrags; bei der Berechnung wird der vor dem Erneuerungsmonat zuletzt veröffentlichte Wert zugrunde gelegt.
Für Vermieter und Mieter
Wenn Vermieter ihre Erhöhungsforderung schriftlich mitteilen und bei der Berechnung den Satz des betreffenden Monats verwenden, beugt das möglichen Streitigkeiten vor. Mieter wiederum sollten das Erneuerungsdatum und die Erhöhungsklausel im Vertrag prüfen, um zu sehen, ob eine Forderung die Obergrenze überschreitet.
Da in der Bucht von Edremit ein erheblicher Teil der Verträge für langfristig vermietete Wohnungen außerhalb der Saison erneuert wird, sind die im Herbst veröffentlichten Sätze für Vermieter und Mieter in der Region besonders wichtig. Der im November anzuwendende Satz steht fest, sobald die Oktoberinflation veröffentlicht wird.
Häufige Fehler
- Die Jahresinflation zugrunde legen: Bei der Mieterhöhung wird nicht die jährliche TÜFE (im September 29,73 %), sondern der 12-Monats-Durchschnitt (31,49 %) verwendet.
- Den Satz des falschen Monats verwenden: Maßgeblich ist der Satz des Monats, in dem der Vertrag erneuert wird; für einen im September erneuerten Vertrag gilt 31,79 %, für einen im Oktober erneuerten 31,49 %.
- Die Erhöhung mündlich mitteilen: Zur leichteren Beweisführung im Streitfall sollte die Mitteilung schriftlich erfolgen.
Weitere Beispiele
- 25.000 TL Miete: 7.872,50 TL Erhöhung, also 32.872,50 TL
- 50.000 TL Miete: 15.745 TL Erhöhung, also 65.745 TL
Der veröffentlichte Satz gilt nicht nur für Wohnungen, sondern auch als Obergrenze bei der Erneuerung von Gewerbemietverträgen.







