In der Pflichtversicherung gegen Erdbeben stieg die Höchstdeckung ab 1. Juli 2026 auf 2.407.723 TL, der Quadratmeterwert für Stahlbetonbauten auf 11.357 TL.
Die Deckungssummen, die die Naturkatastrophenversicherungsanstalt (DASK) in der Pflichtversicherung gegen Erdbeben für Wohnungen bietet, wurden zum 1. Juli 2026 erneut angepasst. Nach einem Bericht der Zeitung Dünya vom 9. Juni stieg die Höchstdeckung für eine Wohnung auf 2.407.723 TL. Im Juni hatte dieser Betrag 2.343.283 TL betragen.
Quadratmeterwerte
- Stahlbetonbauten: 11.357 TL/m²
- Sonstige Bauten: 7.571 TL/m²
Bei der Anpassung im Juli betrug die Steigerung 2,75 %. In dem Bericht hieß es, dass die Höchstdeckung in den drei Monaten von Mai bis Juli insgesamt um 136.440 TL gestiegen sei.
Wie wird die Deckung berechnet?
In der Pflichtversicherung gegen Erdbeben ergibt sich die Versicherungssumme aus der Multiplikation der Bruttoquadratmeter der Wohnung mit dem nach Bauart bestimmten Quadratmeterwert. Der errechnete Betrag darf jedoch die Höchstdeckung nicht übersteigen. Bei einer Stahlbetonwohnung mit 120 m² Bruttofläche ergibt die Rechnung beispielsweise 120 × 11.357 = 1.362.840 TL; da dieser Betrag unter der Höchstgrenze bleibt, wird die Deckung so festgelegt. Bei größeren Wohnungen wird die Deckung dagegen auf die Höchstsumme begrenzt.
Die Deckungssummen werden monatlich anhand der Änderung des vom TÜİK veröffentlichten inländischen Erzeugerpreisindex (Yİ-ÜFE) angepasst. Die Zahlen vom 1. Juli können sich daher in den Folgemonaten geändert haben; beim Abschluss einer Police sollte der aktuelle Betrag bei der Versicherungsgesellschaft oder der DASK bestätigt werden.
Warum ist das wichtig?
- Vor Kauf und Verkauf: Es ist hilfreich, wenn Verkäufer und Käufer vor Grundbuch- und Kreditvorgängen die Gültigkeitsdauer der Police und die Deckungssumme prüfen, damit der Ablauf nicht ins Stocken gerät.
- Ausreichende Deckung: Da die Pflichtversicherung auf die Höchstsumme begrenzt ist, können die Wiederaufbaukosten insbesondere bei großen Wohnungen und Villen über der Deckung liegen. Für die Differenz können freiwillige Wohngebäudeversicherungen in Betracht gezogen werden.
- Ferienhäuser: Bei Ferienhäusern in der Bucht von Edremit, die nur einen Teil des Jahres genutzt werden, wird der Erneuerungstermin der Police leicht übersehen; es ist wichtig, die Laufzeit im Blick zu behalten.
Für die Policenabfrage und aktuelle Tarifinformationen kann die offizielle Website der DASK genutzt werden.
Worauf beim Abschluss der Police zu achten ist
- Die Adresse und der UAVT-Code (nationaler Adresscode) in der Police sollten mit den Angaben im Grundbuch übereinstimmen,
- die Bruttoquadratmeter müssen korrekt angegeben sein; eine zu niedrige Angabe senkt auch die Deckung,
- die Bauart (Stahlbeton oder sonstige) muss richtig gewählt werden,
- das Ablaufdatum der Police sollte im Kalender notiert werden.
Zwei Rechenbeispiele
Mit den Werten vom 1. Juli ergibt die Rechnung bei einer Stahlbetonvilla mit 250 m² Bruttofläche 250 × 11.357 = 2.839.250 TL. Da dieser Betrag die Höchstdeckung übersteigt, bleibt die Deckung der Pflichtversicherung auf 2.407.723 TL begrenzt. Bei einem Haus mit 100 m² der Kategorie „sonstige Bauten“ wird die Deckung dagegen mit 100 × 7.571 = 757.100 TL berechnet.
Dem Bericht zufolge sollen die Anpassungen verhindern, dass die Versicherungsdeckungen angesichts der Inflation an Wert verlieren, und die Versicherten nach einem möglichen Erdbeben besser vor wirtschaftlichen Verlusten schützen.







